Arbeit 4.0 – Digitalisierung und die Arbeit der Zukunft

Gestern fand im Ludwigshafener Rathaus zu einem meiner Kernthemen eine Diskussionsveranstaltung mit Vertretern der Ludwigshafener Betriebs- und Personalräte statt. Der Titel der Veranstaltung lautete „Arbeit 4.0 – Digitalisierung und die Arbeit der Zukunft“.

Zwar war mein Terminkalender äußerst voll, sodass ich die Veranstaltung etwas früher verlassen musste, aber ganz verpassen wollte ich diese auf keinen Fall.

Es dürfte für die meisten Menschen relativ schwierig sein, sich etwas unter dem Begriff „Arbeit 4.0“ vorzustellen. Eine eindeutige Definition lässt sich auch schon alleine deshalb nicht finden, weil der Prozess noch voll im Gange ist. Die Menschen haben ja beispielsweise auch nicht die Dampfmaschine erfunden und gesagt: „So, jetzt beginnen wir mal mit der Industriellen Revolution“. Zeitliche Epochen können immer erst dann greifbar beschrieben werden, wenn sie vorbei sind.

Man ist sich jedoch einig, dass wir uns aktuell an einem Scheidepunkt befinden. Arbeit wie wir sie bislang kannten, wird es künftig in diesem Umfang wohl nicht mehr geben. Wir können nicht mit Bestimmtheit sagen, wie genau die Arbeitswelt der Zukunft aussehen wird, aber sie wird auf alle Fälle vernetzter, digitaler und flexibler sein.

Betroffen hiervon sind nicht nur irgendwelche Hightech-Unternehmen, sondern letztendlich alle Betriebe und Verwaltungen. Die Erwartungen der Konsumenten erhöhen sich ständig und es müssen plötzlich Bedürfnisse befriedigt werden, von denen man vor gar nicht allzu langer Zeit noch nicht mal wusste, dass man diese überhaupt hat.

Wichtig bei diesen Entwicklungen ist es jedoch, bei all den gebotenen Chancen nicht nur den Konsumenten, sondern auch die ArbeitnehmerInnen im Blick zu behalten. Berufs- und Arbeitsleben müssen auch weiterhin miteinander vereinbar sein, sodass es Formen zu finden gilt, die eine bestmögliche Work-Life-Balance ermöglichen.

Die Podiumsdiskussion im Rathaus konnte freilich nur einen kleinen Ausblick liefern, aber Betriebs- und Personalräte sind gut damit beraten, den Prozess hin zur Arbeit 4.0 proaktiv mitzugestalten. Es wird jedenfalls spannend, was man in einigen Jahren in den Geschichtsbüchern über diese Epoche wird lesen können.

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