Beim Treffen mit den sozialdemokratischen Arbeits- und Sozialministern (auf dem Foto der luxemburgische Minister Nicolas Schmit) aus ganz Europa haben wir uns dem drängendsten Problem, der hohen Jugendarbeitslosigkeit gewidmet. Wie ein neuster Bericht zeigt, haben wir in den letzten Jahren eine Trendwende in der EU einleiten können: Von dem negativen Rekordhoch von 24,4 Prozent im Jahr 2013 sind wir auf (immer noch viel zu hohe) 18,9 Prozent runtergekommen.

Das hängt auch mit der von mir und meiner Fraktion durchgesetzten EU-Jugendgarantie zusammen. Die EU stellt Ländern, die unter besonders hoher Jugendarbeitslosigkeit leiden, Fördergelder zur Verfügung, um Programme zu finanzieren, die die jungen Menschen fit für den Arbeitsmarkt machen.

Auch wenn die Trendwende eingeleitet wurde, zufrieden oder sogar auf dem Erreichten ausruhen dürfen wir nicht! Ganz im Gegenteil, muss es jetzt darum gehen, die Finanzierung der angelaufenen Programme sicherzustellen und auf die Qualität der Angebote für arbeitslose Jugendliche zu achten. In einer Erklärung haben wir die zuständigen nationalen Minister aufgefordert, ausreichend finanzielle Mittel bis 2020 sicherzustellen, um mit der EU-Jugendgarantie ein dauerhaftes Mittel zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit zu schaffen.

Im Grunde müssen wir jetzt das korrigieren, was durch die einseitigen Kürzungsprogramme in Folge der Krise im Bereich der Bildung und Ausbildung gestrichen wurde.

Dazu gehört ein weiteres wichtiges Thema, was wir gemeinsam mit den Ministern diskutiert haben: Wie machen wir die Menschen fit für den digitalen Wandel?

In Sachen digitaler Kompetenz spielen wir weltweit leider nicht in der Top-Liga. Auch da müssen wir an der (Weiter-)Qualifizierung arbeiten, damit die Menschen in Europa nicht nur neue Technologien nutzen, sondern sie auch weiterentwickeln können.