„Arbeitswelt 4.0“: Mein Artikelbeitrag

Diese Woche hat die FEPS-Stiftung ein Buch zur „Arbeitswelt 4.0“ vorgestellt, in dem ich einen Artikel veröffentlicht habe.

Darin geht es um die Kernfrage, wie wir den digitalen Wandel sozial gerecht gestalten können. Wie können wir aus der fortschreitenden Digitalisierung den größtmöglichen Nutzen für alle Menschen erzielen? Die „digitale Revolution“ schafft veränderte Arbeitsbedingungen für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Darum muss der Gesetzgeber aktiv werden und die gesetzlichen Rahmenbedienungen den gegebene Umständen anpassen.

Soziale Rechte für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer

Als beschäftigungspolitische Sprecherin der europäischen Sozialdemokraten ist es mein oberstes Ziel, für ArbeitnehmerInnen, die ihre Aufträge über Online-Plattformen erhalten, die gleichen sozialen Rechte durchzusetzen wie für traditionell „normale“ ArbeitnehmerInnen.

Mit großer Sorge sehe ich die aktuelle Entwicklung, dass immer mehr Berufstätige von Online-Plattformen, die global tätig sind, ungewollt in eine Schein-Selbstständigkeit gedrängt werden. Sprich, sie sind schlimmstenfalls von ihrem de facto Arbeitgeber nicht sozial- und krankenversichert und fallen zum Teil durch das Netz der sozialen Absicherung.

Digitale Bildung ist der Schlüssel für mehr Wettbewerbsfähigkeit

Darüber hinaus schaue ich mir ganz genau an, wie sich die Arbeitswelt für alle ArbeitnehmerInnen rasant verändert. Es gibt quasi kein Beruf mehr, der nicht von der digitalen Revolution betroffen ist. Wenn Europa also weiter so wettbewerbsfähig sein will wie bisher, muss es ganz stark in die Bildung der Menschen investieren. Zukünftig reicht es nicht mehr aus, unseren Kindern in der Schule nur Excel und Word beizubringen, sondern auch komplexere Themen wie Programme zu kodieren.

Ich bin fest davon überzeugt, dass uns eine digitalisierte Arbeitswelt auch viele Vorteile bringen kann. Aber automatisch wird das nicht passieren. Das müssen wir politisch begleiten und gestalten.

Weitere Informationen:

Das Buch (auf englisch) können Sie kostenlos online herunterladen unter http://www.feps-europe.eu/en/publications/details/417.

Weitere Informationen finden Sie auch direkt auf meiner Homepage.

0 Kommentare

Dein Kommentar

Want to join the discussion?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.