,

Bitkom-Veranstaltung „Zukunft der Arbeit in Europa“

Gestern Abend habe ich an einer sehr spannenden Diskussion zum Thema „Die Zukunft der Arbeit in Europa“ teilgenommen. Die Bitkom hatte Vertreter aus der Politik und von digitalen Unternehmen eingeladen, um die Veränderungen der Arbeitswelt durch die Digitalisierung von verschiedenen Seiten aus zu beleuchten. Es ging um Fragen wie: Wie reagieren auf Wegfall und Veränderungen von klassischen Berufsbildern? Welche Maßnahmen müssen wir bei Aus- und Weiterbildung ergreifen? Sind dazu Anpassungen im Arbeitsrecht und beim Arbeitsschutz notwendig?

Ich bin nach wie vor der Meinung, dass wir die Digitalisierung als Chance begreifen müssen. Das heißt aber nicht, dass wir alle bestehenden Regelungen über Bord werfen müssen. Wir haben beispielsweise eine Arbeitszeitrichtlinie, die die Arbeitnehmer vor Arbeitsüberlastung und chronischer Mehrarbeit schützt. Jetzt gibt es vermehrt den Wunsch nach mehr Flexibilisierung. Aber eine generelle Reform der Arbeitszeitrichtlinie würde keine zielgenauen Lösungen bringen. Die passgenauen Lösungen müssen in den jeweiligen Betriebe oder Branchen durch spezielle Vereinbarungen mit den Mitarbeitern gefunden werden. Damit müssen wir uns sicherlich noch genauer beschäftigen – aber den Arbeitsschutz brauchen wir deshalb nicht aufzuweichen.

Ein großes Anliegen ist mir allerdings, dass wir dem lebenslangen Lernen einen größeren Stellenwert zukommen lassen. Wir müssen sicherstellen, dass Menschen in der Lage sind, sich kontinuierlich weiterzubilden. Der technologische Fortschritt wird weiterhin dafür sorgen, dass sich Berufsbilder und Anforderungen fortwährend ändern. Wenn wir ein wirtschaftlich erfolgreiches Europa haben wollen, dann müssen wir dafür sorgen, dass Menschen durch die Digitalisierung nicht abgehängt werden.

0 Kommentare

Dein Kommentar

Want to join the discussion?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.