Jugendgarantie als effektivstes Mittel zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit

Wir im Ausschuss für Beschäftigung und soziale Angelegenheiten haben uns seit dem Ausbruch der Krise für ein sozialeres Europa eingesetzt. Dabei ist die 2013 eingeführte Jugendgarantie ein zentrales Instrument zur Bekämpfung der dramatisch hohen Jugendarbeitslosigkeit in weiten Teilen Europas.

Grundidee

Die Europäische Jugendgarantie ist eine Initiative der europäischen Sozialdemokraten, mit dem Ziel junge Menschen bis 25 Jahre binnen vier Monaten nach Verlust einer Arbeit oder dem Verlassen der Schule eine hochwertige Arbeitsstelle bzw. weiterführende Ausbildung oder ein hochwertiger Praktikums- bzw. Ausbildungsplatz anzubieten.

Gleichzeitig werden mit der Jugendgarantie drei Ziele der EU-2020-Strategie verfolgt: Erstens sollen 75% der 20 bis 64-jährigen in Arbeit stehen, zweitens soll die Quote der Schulabbrecher auf 10 Prozent gesenkt werden und drittens soll die Zahl der von Armut und sozialer Ausgrenzung bedrohten Menschen um mind. 20 Mio. reduziert werden.

Hintergrund

Die Arbeitslosenquote bei Jugendlichen unter 25 Jahren lag im ersten Quartal 2013 in der Eurozone bei 24,2%. Besonders betroffen waren Länder, wie Griechenland mit 59,2%, Spanien mit 57,7% und Italien mit 41%. Insgesamt waren 7,5 Mio. (12,9%) der unter 25-jährigen weder in Arbeit, noch in Ausbildung.

Aktuelles

Regionen aus 20 Mitgliedssaaten können zusätzliche Förderung aus dem 6 Milliarden-Topf der Jugendbeschäftigungsinitiative beantragen. Dank der Jugendgarantie konnte die Jugendarbeitslosenquote auf 17,7% im ersten Quartal 2017 gesenkt werden. In den am stärksten betroffenen Mitgliedssaaten, Griechenland und Spanien, ist die Jugendarbeitslosigkeit um je ca. 15% gesunken. 9 Millionen junge Leute haben im Rahmen der Jugendgarantie ein Angebot angenommen. Unsere Fraktion fordert angesichts dieser Erfolge, die finanzielle Ausstattung der Programme bis 2020 noch einmal zu erhöhen. Es gilt das Motto: Arbeitsplätze schaffen statt Arbeitslosigkeit finanzieren!