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Solidarität zwischen den Generationen

2012 ist Europäisches Jahr des ‚Aktiven Alterns‘
Heute haben wir in Straßburg dem Vorschlag der Europäischen Kommission zugestimmt, 2012 als Jahr des ‚Aktiven Alterns‘ auszurufen. Insbesondere vor dem Hintergrund einer immer älter werdenden europäischen Gesellschaft ist dieses Jahr ganz besonders wichtig. Nicht nur als Signal für Seniorinnen und Senioren, sondern für die gesamte Bevölkerung.

Die Beschäftigungsmöglichkeiten und die Arbeitsbedingungen für die zunehmende Zahl älterer Menschen in Europa müssen dringend verbessert werden. Jedoch darf niemand gezwungen sein, aufgrund von zuwenig Rente und daraus resultierender Altersarmut weiter arbeiten gehen zu müssen. Deshalb war es uns in der sozialdemokratischen Fraktion ganz besonders wichtig, dass Armut im Alter effektiv bekämpft werden muss. Altersarmut wird mit Guter Arbeit verhindert und mit der Bekämpfung von Billigjobs.

Die demografische Veränderung stellt nicht nur die europäische Politik vor neuen Herausforderungen, sondern auch die öffentlichen Dienstleistungen, die Finanzierung des Gesundheitswesens und die Finanzen in den europäischen Mitgliedstaaten. Bereits laut gewordene Vorschläge, Leistungen zu kürzen, um die langfristige Finanzierbarkeit sicher zu stellen, sind aber keine Lösung.

Gelebte Solidarität zwischen den Generationen wird dazu beitragen, älteren Menschen zu helfen, eine aktive Rolle in der Gesellschaft zu übernehmen. Auch müssen wir ein gesundes Altern fördern. So wird die soziale Teilhabe aller Menschen im Alter gestärkt und das nützt allen.

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„Für faire Löhne und gute Arbeit in Europa“

SPD-Europaabgeordnete zum Tag der Arbeit

Zum Tag der Arbeit am 1. Mai ruft die SPD-Europaabgeordnete Jutta STEINRUCK dazu auf, europaweit für gute Arbeit einzutreten: „Prekäre Beschäftigung, Jugendarbeitslosigkeit, Niedriglöhne sowie Ausweitung und Missbrauch von Leiharbeit sind Probleme, die in ganz Europa existieren. Wir müssen endlich wirksame Maßnahmen zur Schaffung guter Arbeitsplätze ergreifen. Weiteres Lohn- und Sozialdumping darf nicht hingenommen werden.“
STEINRUCK weist anlässlich der zahlreichen Veranstaltungen am Tag der Arbeit darauf hin, dass ab dem 1. Mai auch für Arbeitskräfte aus acht osteuropäischen Ländern die Arbeitnehmerfreizügigkeit uneingeschränkt auf dem deutschen Arbeitsmarkt gelten wird. „Die Arbeitnehmerfreizügigkeit gehört zu den Grundfreiheiten der Europäischen Union und muss für alle EU-Bürger gelten. Es ist gut, dass die europäische Einigung wieder einen Schritt weiter kommt. Allerdings hat Deutschland leider versäumt, hierbei die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit am gleichen Ort, ein flächendeckender Mindestlohn und die Aufnahme der Leiharbeit ins Entsendegesetz müssen nun schnell für faire Arbeitsbedingungen in Deutschland sorgen. Lohn- und Sozialdumping müssen wir in die Schranken weisen.“
Niedriglöhne und Leiharbeit seien gerade auch in Deutschland ein großes Problem. „In einem der reichsten Länder der Erde müssen Menschen für 2,50€ die Stunde arbeiten. 400.000 Beschäftigte in Deutschland sind neben einem Vollzeitjob auf zusätzliche staatliche Unterstützung angewiesen. Das ist menschenunwürdig.“ Die Beschäftigung von drei Millionen Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer in Europa gehe weit über ein vernünftiges Maß hinaus und gefährde reguläre Arbeitsplätze sowie soziale und tarifliche Standards. Die Beschäftigungsexpertin STEINRUCK fordert deswegen gleiche Bezahlung und gleiche Standards auch für entliehene Beschäftigte vom ersten Tag an.
Abschließend stellt STEINRUCK klar: „Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben die Krise durch Kurzarbeit, Lohnverzicht und höchste Flexibilität abgemildert. Es ist das Verdienst einer verantwortungsvollen sozialen Partnerschaft, dass die Auftragsbücher wieder voll sind. Jetzt müssen sie durch faire Löhne, gute Arbeitsplätze und hohe soziale Standards auch einen anständigen Anteil von den neuen Gewinnen abbekommen. Das ist das Mindeste.“