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Meinungsaustausch mit der pfälzischen Handwerkskammer

Ich bin gerade bei der Handwerkskammer in Kaiserslautern zu Gast gewesen. Noch aus meiner Zeit als DGB-Regionsvorsitzende kenne ich die HWK gut und habe mich sehr gefreut, heute hier in angenehmer Runde über die Zukunft europäischer Arbeitsmarktpolitik und die Zukunft des Handwerks zu sprechen.

Gerade solche Gespräche machen mir immer wieder klar, wie wichtig es ist, konsequent für ein soziales Europa einzutreten. Denn auch das Handwerk hat ein Interesse an motivierten und qualifizierten Mitarbeitern. Und die beste Mitarbeitermotivation sind gute Arbeitsbedingungen, Sicherheit, verlässliche Verträge, gesunde Arbeitszeiten.

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Debatte zum Thema unternehmerische Sozialverantwortung

Gestern habe ich zusammen mit dem DGB eine Debatte zum Thema „Corporate Social Responsibility“ (CSR) ausgerichtet. CSR hat sich inzwischen zu einem weit verbreiteten Model in der Unternehmenspolitik entwickelt. Das Konzept ist darum bemüht soziale, umweltpolitische und ethische Prinzipien in den Geschäftsalltag zu integrieren.

Im Oktober 2011 hat die Europäische Kommission eine Mitteilung über ‚Eine neue EU-Strategie (2011-14) für die soziale Verantwortung der Unternehmen (CSR)‘ veröffentlicht. Meine Kollegen Norbert Neuser, Pervenche Berès, Richard Howitt und ich konnten in einer angeregten Diskussion einen besseren Einblick in die Stellung der europäischen Gewerkschaften hinsichtlich des Kommunikationspapiers bekommen.

Eine klarere Definition des Konzepts, die die Verantwortung der Betriebe gegenüber Gesellschaft und Umwelt klar benennt, ist ein erster wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Jedoch spielen auch Transparenz  und Nachweisbarkeit eine entscheidende Rolle. In den nächsten Jahren hoffe ich auf die Umsetzung rechtlicher Vorschriften, die den Zugang zu sozial- und umweltpolitischen Informationen von Unternehmen ermöglichen.

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Pressegespräch beim DGB in Lübeck

Gerade habe ich gemeinsam mit der schleswig-holsteinischen Europaabgeordneten Ulrike Rodust, dem Landtagsabgeordneten Wolfgang Baasch und dem DGB-Regionsgeschäftsführer Andreas Sankewitz im dortigen DGB-Büro ein Pressegespräch mit den Lübecker Nachrichten geführt. Es ging um die Arbeitszeitrichtlinie und um die Einbeziehung der Arbeit Freiwilliger Feuerwehrleute in die Arbeitszeitrichtlinie. Ein sehr gutes Gespräch, in dem wir unsere Positionen verdeutlicht haben: Ehrenamt muss Ehrenamt bleiben und kann nicht gewertet werden wie bezahlte Lohnarbeit. Darüber hinaus müssen wir verhindern, dass eine Überarbeitung dazu führt, dass Arbeitsschutz ausgehebelt wird, zum Beispiel über individuelle Vereinbarungen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern, mehr zu arbeiten.

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Veranstaltung: Eurokrise und die Auswirkungen auf Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer

Gestern Abend war ich bei den Kolleginnen und Kollegen vom DGB in Alzey um über die Eurokrise zu sprechen. Über dieses Thema habe ich in letzter Zeit öfter gesprochen und es ist mir auch ein besonderes Anliegen hierüber aufzuklären, zu diskutieren, Vorurteile aus dem Weg zu räumen und die soziale Dimension der sogenannten „Eurokrise“ aufzuzeigen. Wir müssen Europa solidarisch und ohne Vorurteile denken. Gerade in der „Eurokrise“ gilt es Ländern wie Griechenland zu helfen und besonders Lösungen für die Menschen aufzuzeigen. Auch in der Krise gilt es, Arbeitsplätze zu erhalten und keine Lohnkürzungen in Kauf zu nehmen. Durch die Krise dürfen nicht die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer abgestraft werden, sondern die Verursacher der Krise. Aus diesem Grund müssen die Finanzmärkte endlich konsequent reguliert werden und die Banken und Finanzdienstleister zu Verantwortung gezogen werden! Dabei müssen wir europäische Entscheidungen endlich demokratischer machen. Wir haben sehr engagiert diskutiert.

 

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Gewerkschaften sprechen sich für Euro-Rettungsschirm aus

„Europa braucht Deutschland und Deutschland braucht Europa!“ mit diesem Satz fordert der DGB die Abgeordneten des deutschen Bundestages dazu auf, dem EFSF zuzustimmen. Ich kann diese Forderung nur unterstützen! Denn die europäische Union kann nur funktionieren wenn wir innerhalb dieser zusammenhalten. Wir brauchen den Rettungsschirm um unser Europa und den Euro zu erhalten. Der DGB hat Recht wenn er in seinem Aufruf von einer großen Verantwortung spricht, die die Abgeordneten bei der Abstimmung zum Rettungsschirm (EFSF) haben, denn es geht nicht nur um die Rettung einer Währung, sondern (damit) auch um die Zukunft Europas. Der Zerfall des Euros hätte weitreichende Folgen und würde uns hart treffen, gerade was Wohlstand und Beschäftigung angeht.

Wir dürfen nicht in engstirniges, nationalstaatliches Denken verfallen, sondern uns auf ein gemeinsames, solidarisches Europa berufen. Deswegen brauchen wir den Euro-Rettungsschirm, denn nur so ist die Zukunft Europas gesichert!