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“Gleicher Lohn für gleiche Arbeit – in Deutschland und Europa”

Jutta STEINRUCK zum Equal Pay Day am 25.3.2011

Das Aktionsbündnis „Equal Pay Day“ macht am 25. März 2011 bundesweit mit vielen Aktionen und Veranstaltungen auf die ungleiche Lohnverteilung aufmerksam. Hintergrund des Equal Pay Day in Deutschland sind die gravierenden Entgeltunterschiede zwischen Frauen und Männern in Deutschland. Die Entgeltunterschiede liegen nach Angaben des Statistischen Bundesamtes mittlerweile bei 23 Prozent. Das heißt, dass bei einem Vergleich aller Einkommen von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern der durchschnittliche Bruttostundenlohn von Frauen 23 Prozent unter dem von Männern liegt.
Jutta STEINRUCK, SPD-Beschäftigungsexpertin kritisiert diese Entwicklung scharf: „Der Lohnunterschied im EU-Durchschnitt beträgt zur Zeit etwa 17 Prozent. In Deutschland liegt der sogenannte „Gender Pay Gap“ sogar bei 23 %. Deutschland ist damit nach wie vor einer der europäischen Staaten mit der größten Ungleichheit bei der Bezahlung von Männern und Frauen.“ Gleicher Lohn für gleiche Arbeit, diese Forderung sei eine Grundlage für eine soziale Gesellschaft. „Es gilt in Europa dringender denn je, diese Lücke endlich zu schließen“, erklärt STEINRUCK. „Die Lohndiskriminierung bei vergleichbaren Arbeits- und Karriereverhältnissen muss ein Ende haben.“ Weiterlesen

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„Wettbewerbspakt ist Mogelpakt“

Demonstrationen in Brüssel gegen den Pakt für Wettbewerbsfähigkeit

Der europäische Gewerkschaftsbund und die sozialdemokratische Fraktion im Europäischen Parlament demonstrieren am Donnerstag in Brüssel gegen die Vorschläge von Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem französischen Staatspräsident Nicolas Sarkozy für einen europäischen „Pakt für Wettbewerbsfähigkeit“ und die Pläne für eine europäische Wirtschaftsregierung. „Wir wollen ein Europa, das mehr Arbeitsplätze schafft, ein Europa mit mehr sozialer Gerechtigkeit und mit mehr Solidarität“, sagte die Beschäftigungs- und Sozialexpertin der SPD-Abgeordneten Jutta STEINRUCK.

„Was Sarkozy und Merkel jedoch vorschlagen, ist ein Frontalangriff auf die Rechte der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Wer die Lohnfindungssysteme dezentralisieren will, zerstört den Flächentarifvertrag. Weniger Lohn, weniger Rechte, dafür länger und flexibler arbeiten, gefährden die Grundlage unserer Wirtschafts- und Sozialsysteme in Europa. Eine funktionierende Sozialpartnerschaft war bisher einer der Standortvorteile in Europa“, betont Jutta STEINRUCK.

Jutta STEINRUCK spricht sich für einen neuen Wettbewerbsbegriff in Europa aus: „Ich will einen Wettbewerb um die besten Arbeitsplätze und um die besten Sozialsysteme. Unser Wohlstand in Europa ist das Ergebnis einer funktionierenden Sozialpartnerschaft und das muss auch so bleiben.“ Weiterlesen

„Jugendliche haben mehr Unterstützung verdient“

Beschäftigungsausschuss des Europäischen Parlamentes fordert Standards für Ausbildung und Praktika

Berufseinstieg und Ausbildung von Jugendlichen in Europa sollen stärker gefördert werden. Der Beschäftigungs- und Sozialausschuss des Europäischen Parlaments hat am Mittwoch mit großer Mehrheit der Einführung von ent­sprechenden Mindeststandards für Auszubildende, BerufseinsteigerInnen und PraktikantInnen im Rahmen der europäischen Initiative ‚Jugend in Bewegung‘ zugestimmt. Dazu erklärte Jutta STEINRUCK, SPD-Europaabgeordnete und zuständige Berichterstatterin im Ausschuss: „Alle Fraktionen waren sich einig, dass das Ziel sein muss, Ausbildung und Berufseinstieg für alle Jugendlichen in Europa zu ermöglichen und zu fördern. Das ist mit dieser Stellungnahme noch einmal deutlich geworden.“

Zwar sollen die von der Europäischen Kommission vorgeschlagenen Maßnah­men den Berufseinstieg für Jugendliche in Europa verbessern, allerdings kriti­sierte die SPD-Beschäftigungsexpertin Jutta STEINRUCK, dass der Kommis­sionsvorschlag vorsehe, soziale und tarifliche Rechte bei Jungendlichen erstmal abzusenken: „Soziale Standards und Rechte müssen vom ersten Tag an für alle ArbeitnehmerInnen in vollem Umfang gelten. Das hat der Beschäftigungs- und Sozialausschuss in seiner Stellungnahme klargestellt und gefordert.“

Eine weitere zentrale Forderung der Stellungnahme ist die soziale Absicherung von Praktika. „Praktika sind ein wichtiges Instrument der Berufsfindung. Aber ein Praktikum darf nicht zur modernen Sklaverei und zum Ersatz von regulären Jobs werden. Deswegen fordern wir einen europäischen Qualitätsrahmen für Praktika in Europa.“ Jutta STEINRUCK betonte, dass es hier einer weiteren Initiative bedürfe, um junge Menschen wirksam in den Arbeitsmarkt einzugliedern. Weiterlesen