Beiträge

, ,

Arbeitsbedingungen bei McDonald’s unter der Lupe

McDonald’s verhält sich in Europa entgegen seiner eigenen Zusicherungen nicht anders als im Rest der Welt: Das Unternehmen nutzt jedes Schlupfloch, um ein Geschäftsmodell durchzusetzen, das auf niedrige Löhne, qualitativ schlechte Arbeitsplätze und Steuervermeidung baut. Ganz zu Recht fing die EU-Kommission an, die Steuerpraktiken von McDonald’s unter die Lupe zu nehmen.

Im Januar dieses Jahres haben Gewerkschaften aus Belgien, Frankreich und Großbritannien Petitionen über die Arbeitsbedingungen in den Restaurants von McDonald’s eingereicht. Im Petitionsausschuss des Europäischen Parlaments werden diese nun in Anwesenheit von Mc Donald‘s Arbeiter vorgestellt. Ihr könnt die Aussprache am Dienstag, 29.11.2016 ab 9.00 hier live verfolgen.

Doch worum geht es genau?

Die britische Bäckergewerkschaft kritisiert McDonald’s für den Missbrauch der Nullstundenverträge. Die Mitarbeiter haben nur Verträge ohne feste Arbeitszeitgarantie, müssen aber trotzdem ständig für die Arbeit verfügbar sein. In Frankreich kritisiert die Gewerkschaft die Unternehmensstruktur, die teilweise auf einem Netzwerk aus Franchise Restaurants basiert und es fast unmöglich macht, Gewerkschaftsvertreter zu wählen und Betriebsräte zu stellen. Und auch in Belgien wird die Möglichkeit zur Einstellung von Beschäftigten auf Teilzeitbasis missbraucht, um Druck auf die Beschäftigten auszuüben und so Beschwerden über Beschäftigungsbedingungen zu vermeiden.

Die Erfahrung zeigt, dass die Arbeitsbedingungen bei McDonald’s sich in genau den Ländern verbessern, in denen starke Gewerkschaften solide Tarifverträge aushandeln können. Ich möchte euch deshalb bitten das Anliegen der Gewerkschaften zu unterstützen und diese Petition zu unterzeichnen.

 

, , ,

Toller Empfang mit Fast-Food ArbeiterInnen in Brüssel

Als Mitglied des Europaparlaments setze ich mich schon seit Jahren für gute Arbeitsbedingungen und die Stärkung von ArbeitnehmerInnenrechten ein. In der Fastfood-Industrie werden diese Rechte leider viel zu häufig verletzt. Vergangenen Sommer hatte ich Gelegenheit, als Zeugin vor dem brasilianischen Senat auszusagen.

, ,

Aktionstag gegen Niedriglöhne und Sozialdumping in der Fastfood-Branche

Auf der ganzen Welt demonstrieren heute MitarbeiterInnen aus dem Fastfood-Sektor für bessere Arbeitsbedingungen und faire Löhne. Während in Deutschland die Franchisenehmer von McDonalds immerhin nach Tarif zahlen, sieht die Realität in anderen europäischen Mitgliedstaaten schlechter aus: Löhne, die nicht für den Lebensunterhalt reichen, Verträge ohne feste Arbeitszeitgarantie und die fehlende Einbindung von Gewerkschaften sind nur drei Beispiele und bedeuten in erster Linie massives Sozialdumping. Ich habe mich in der Vergangenheit mehrfach mit einer Gewerkschaftskoalition zu diesem Thema getroffen. Die Koalition besteht aus europäischen Gewerkschaftszusammenschlüssen wie EPSU (European Federation of Public Service Unions) und EFFAT (European Federation of Trade Unions in the Food, Agriculture and Tourism), aber auch nationalen Gewerkschaften, wie der deutschen NGG (Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten). Gemeinsam koordinieren wir unser Vorgehen gegen ein gängiges Geschäftssystem aus niedrigen Löhnen und umfassender Steuervermeidung.

Es ist unbestritten, dass die Fastfood-Branche viele Jobs schafft. Die Frage ist vielmehr welche Art von Stellen hier geschaffen wird. Oftmals handelt es sich um sogenannte „McJobs„, also einer Anstellung bei einem niedrigen Lohn und fehlender Perspektive. Dagegen kämpft die Fraktion der Allianz der Progressiven Sozialdemokraten im Europäischen Parlament auf breiter Ebene an. Wir fordern gute, nachhaltige Jobs und langfristige, berufsbegleitende Weiterbildungsmöglichkeiten.

Meine Pressemitteilung findet ihr auf der Homepage der S&D Fraktion in englischer Sprache: http://www.socialistsanddemocrats.eu/newsroom/no-junk-jobs-yes-tax-fairness-say-sds

Hintergrundinformationen zu dem Aktionstag „Fight for 15“ findet ihr hier: http://fightfor15.org/april15/