Beiträge

Zeichen setzen gegen Gewalt gegen Frauen

In Europa waren 18% der Frauen seit ihrem 15. Lebensjahr Opfer von Stalking. Etwa 12% der Mädchen haben eine Form des sexuellen Missbrauchs oder Übergriffe durch eine/n Erwachsene/n vor dem 15. Lebensjahr erlebt und eine von 20 Frauen ist seit ihrem 15. Lebensjahr vergewaltigt worden. Gewalt gegen Frauen ist immer noch ein großes Problem mit einer hohen Dunkelziffer. Am Internationalen Tag gegen Gewalt gegen Frauen wollen wir darauf aufmerksam machen und Flagge zeigen. Weitere Informationen zum Thema und zum Aktionstag gibt es bei Terre des Femmes.

 

 

 

,

Gleichstellung von Frauen und Männern

Das EU-Parlament hat gestern einen Bericht zur Frage der Gleichberechtigung von Frauen und Männern verabschiedet. Der Bericht macht deutlich, wie weit wir in Europa von einer echten Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen entfernt sind. In Europa verdient die Frau für die gleiche Arbeit im Durchschnitt 16,4 Prozent weniger als ihr männlicher Kollege. Im Klartext heißt dass: Für jeden Euro, der einem Mann ausgezahlt wird, bekommt eine Frau für die gleiche Arbeit nur 83,6 Cents. Diese Ungleichbehandlung zieht sich durch das ganze Berufsleben von Frauen und setzt sich in der Rente fort. Zahlen aus dem Jahr 2013 sprechen eine deutliche Sprache: Europaweit liegt der Rentenanspruch für Frauen 39 Prozent unter den Rentenansprüchen der Männer. In Deutschland ist die Notwendigkeit zum Handeln nochmal größer! Wenn es um die gleiche Entlohnung von Frauen und Männern geht, belegt Deutschland im europäischen Vergleich einen der hinteren Plätze. Bei uns beträgt der Lohnunterschied von Frauen und Männern durchschnittlich 20 Prozent. Hier gibt es also noch viel zu tun!

Ein anderer wichtiger Punkt ist die Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben. Die EU-Länder müssen weitere Schritte unternehmen, um den Frauen die Vereinbarkeit von Beruf- und Privatleben leichter zu gestalten. Hier müssen die einzelnen Länder noch viel aktiver werden und zum Beispiel den Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen vorantreiben.

Weitere Informationen finden Sie in der Pressemitteilung des EU-Parlaments und in meiner gestrigen Rede vor dem EU-Parlament:

,

NEIN zu Gewalt an Frauen

© Europäische Union 2014

Am Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen  ruft die Menschenrechtsorganisation TERRE DES FEMMES e.V. dazu auf, Flagge zu zeigen und jede Form von Diskriminierung an Mädchen und Frauen anzuklagen.

Diesen Appell unterstütze ich ausdrücklich. Gemeinsam mit meinen SPD-Kolleginnen aus Deutschland rufe ich zu einer aktiveren Bekämpfung der täglichen Diskriminierung von Mädchen und Frauen auf. Dieser Wunsch nach Gleichbehandlung der Geschlechter kann nicht nur durch staatliche Regelungen Realität werden, sondern muss auch durch Impulse aus der Zivilgesellschaft forciert werden. So gebe ich den Initiatoren von TERRE DES FEMMES Recht, wenn sie darauf hinweisen, dass die Diskriminierung oftmals auf subtile Art und Weise geschieht.

Aus diesem Grund lautet der Schwerpunkt des diesjährigen Internationalen Tags gegen Gewalt an Frauen „Schluss mit Sexismus in der Werbung!“. Diese Aktion trägt dazu bei, die Gesellschaft für das wichtige Thema zu sensibilisieren. Nur so schaffen wir es, dass dieses unsägliche Argument der Werbeleute von „Sex sells“ bald der Vergangenheit angehört.

,

Arbeitsgruppe zur Vereinbarkeit von Arbeit und Familienleben

Die Vereinbarkeit von Arbeit und Familienleben ist eine Herausforderung, der sich Eltern vermehrt stellen müssen. Es ist nicht immer ganz einfach, die benötigte Elternzeit zu bekommen und auch nicht selbstverständlich, so flexible Arbeitszeiten zu haben, dass man für das erkrankte Kind sorgen kann.
Im Parlament gibt es zu diesem Thema – Vereinbarkeit von Arbeit und Familienleben – eine Arbeitsgruppe, die versucht, die Situation für berufstätige Eltern zu verbessern.

Ich erhoffe mir eine stärkere Unterstützung von Familien, die dem sozialen Druck und dem Marktdruck standhalten müssen. Ich glaube beispielsweise, dass man durch erschwingliche Kinderbetreuung einen Ausschluss der Frauen aus dem Arbeitsmarkt verhindern kann. Familien mit Kindern mit Behinderungen sollten hier besonders unterstützt werden. Dazu müssen bestehende Richtlinien nochmal evaluiert und der heutigen Zeit angepasst werden. Außerdem muss endlich auch die Pflege von Kindern und Angehörigen EU-weit anerkannt werden. Darüber hinaus bedeutet Familie für mich mehr als der enge, klassische Sinn meint. Familie ist da, wo Kinder sind. Das gilt für alleinerziehende Mütter und Väter, Regenbogenfamilien und viele andere Familienformen. Sie alle verdienen volle Unterstützung bei der Vereinbarkeit von Familien- und Berufsleben.
Ich hoffe sehr durch die Unterstützung dieser Arbeitsgruppe all diesen Zielen etwas näher zu kommen.

,

Eröffnung Räume des interkulturellen Frauenvereins Impuls Orchidee e.V. in Kaiserslautern

Auf meinem Weg durch die Pfalz war ich heute Nachmittag auf der Eröffnung der Räume des Interkulturellen Frauenvereins Impuls Orchidee e.V. in Kaiserslautern. Der Verein will mit unterschiedlichen Angeboten und Aktivitäten, in einer sich immer mehr globalisierenden Gesellschaft den Austausch zwischen den Kulturen zu fördern. Diese Begegnungen unterstützen das gegenseitige Verständnis, bauen mögliche Barrieren und Vorurteile ab und bilden die Grundlage für ein Zusammenleben mit gegenseitigem Respekt. Ich bin dann doch viel länger geblieben, als ich geplant hatte. Es war ein toller Nachmittag mit vielen guten Gesprächen.

Eine toller Verein – ich wünsche viel Erfolg!

Weitere Informationen zum Verein auf: https://www.facebook.com/impulsorchidee.