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Interview WDR

Gestern besuchte mich der WDR für ein Interview im Europäischen Parlament. Für die Sendung „Bericht aus Brüssel“ redeten wir vor allem über das Thema Jugendarbeitslosigkeit.

Für mich ist Jugendarbeitslosigkeit eins der wichtigsten Themen, vor allem wenn man bedenkt, dass in manchen Ländern zurzeit eine Arbeitslosigkeit von bis zu 50% unter den jungen Frauen und Männern herrscht. Nur jede oder jeder Zweite findet einen Arbeitsplatz. Ein Zustand der absolut inakzeptabel ist und unter dem die jungen Menschen sehr stark leiden, da sie zunehmend ihre Perspektive und ihren Glauben an eine bessere Zukunft verlieren.

Natürlich ging es auch um mögliche Maßnahmen zur Bewältigung dieser Krise und was man hätte besser machen können. Aber wir sollten nicht dem Vergangenen hinterher trauern, sondern anpacken und Taten sprechen lassen. Die jungen Menschen brauchen uns jetzt mehr denn je und ich für meinen Teil werde alles daran setzen, ihnen wieder Mut und Hoffnung zu geben, dass sie den Glauben an das Europa, für das ich mich einsetze, nicht verlieren.

Das komplette Interview können Sie am 20. Juni um 21:55 Uhr auf WDR sehen.

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Europäische Sozialdemokraten unterstützen junge Bürger in ihrem Appell an den Europäischen Rat

Mehr als 250 junge Europäer aus allen 27 Mitgliedsstaaten haben, im Rahmen einer sozialdemokratisch organisierten Konferenz, zwei Tage lang mit dem Europaparlament über das Thema Jugendarbeitslosigkeit diskutiert. Die Teilnehmer richten nun einen Appell an die Staatschefs und an die Kommission. Sie haben 15 Punkte formuliert, mit Empfehlungen wie Politiker der jungen Generation Europas wieder Hoffnung geben und neue Arbeitsmöglichkeiten schaffen kann.

Der Entwurf fordert eine European Youth Guarantee und ruft andere junge Leute auf sich zusammenzuschließen, um eine europäische Bürgerinitiative zu starten. Es fordert auch die Umsetzung des Charters for Quality Internships & Apprenticeships zur Sicherstellung der Qualität von Praktika und Ausbildungsplätzen.

Unser Fraktionsvorsitzender Hannes Swoboda hat angekündigt ein Schreiben an Kommissionspräsident Barroso und Ratspräsident Van Rompuy zu verfassen, um die starke Botschaft der jungen Bürgerinnen und Bürger an die nationalen Regierungen und Staatschefs weiterzuleiten.

Die Arbeitslosenzahlen in Europa sind inakzeptabel. Es ist unsozial, und es ist eine Verschwendung von Talent und Humankapital unserer Wirtschaft. Vor allem aber, werden Lebensentwürfe zerstört. Wir müssen der jungen Generation neue Hoffnung geben.

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Plenartagung in Straßburg

Diese Woche haben wir hier im europäischen Parlament in Straßburg wieder in verschiedenen Debatten sehr intensiv über die aktuelle Krise diskutiert.

Daneben wurden das Monti-II-Paket und die Bekämpfung von Lohnunterschieden zwischen den Geschlechtern diskutiert.

Besonders freue ich mich über die überwältigender Mehrheit mit der sich das Parlament für die Einführung einer Finanztransaktionssteuer ausgesprochen hat.

Mit den zusätzlichen Einnahmen können wir viel vernünftige Politik gestalten. Wir können zum Beispiel konkrete Initiativen zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit starten, wie sie der Beschäftigungsausschuss vorgeschlagen hat.

Ich fordere auch einen Rettungsschirm für junge Menschen, der genau so wichtig ist und genau so ernst genommen werden muss wie der Bankenrettungsschirm.

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‚Your future is my future‘

Die Sozialdemokratische Partei Europas hat heute zusammen mit den Europäischen Jungsozialisten die Kampagne ‚Your future is my future – a European Youth Guarantee now!‘ ins Leben gerufen. 5.5 Millionen junge Menschen in Europa sind arbeitslos. Einige Länder sehen sich mit einer Jugendarbeitslosigkeit von über 50% konfrontiert.

European Youth Guarantee soll jedem Jugendlichen in Europa innerhalb eines Monats nach seiner Schulausbildung einen Arbeitsplatz, eine Ausbildungsstelle, oder weitere Bildungsmöglichkeiten sichern. Die heutige Kampagne fordert die Umsetzung des Programms.

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Jugend in Europa – arbeitslos,perspektivlos, haltlos?

Gestern Abend war ich vom Unterbezirk Vorderpfalz zu einer Veranstaltung in Speyer eingeladen. Unter dem Titel „Jugend in Europa – arbeitslos, perspektivlos, haltlos“ diskutierten wir in kleiner Runde über die Zukunftsperspektiven europäischer Jugendlicher. Während in Deutschland die Jugendarbeitslosigkeit vergleichsweise gering ist, ist in Spanien und Griechenland jeder Zweite unter 25 Jahren ohne Arbeit. Der Kampf gegen Jugendarbeitslosigkeit ist nicht nur eine moralische Verpflichtung, sondern die Integration der nächsten Generation in den Arbeitsmarkt ist auch wirtschaftlich enorm wichtig. Um die Schuldenkrise zu überwinden, muss natürlich gespart werden. Aber Einsparungen müssen klug überlegt sein. Wahllose Kürzungen im Bildungsbereich werden das Problem nicht lösen. Um die Krise nachhaltig zu überwinden, müssen wir sicherstellen, dass wir auch in zukunft gut ausgebildete junge Leute haben, die Wirtschaftswachstum und Wohlstand ermöglichen.

Auch in Deutschland haben es vor allem junge Leute aus sozial schwachen Schichten schwer, einen Ausbildungsplatz oder einen Job zu finden. Wir haben uns deshalb im Rahmen der Veranstaltung das CoLab in Speyer angeschaut. Das CoLab hilft jungen Männern und Frauen auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit. Ein wirklich tolles Projekt! Weitere Informationen über die Arbeit des CoLab finden sie hier.