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Statement zur Jugendarbeitslosigkeit

Heute fand die EURACTIV-Veranstaltung in Berlin zum Thema „Integration von Jugendlichen in Europa – Arbeitsmarkt, Soziales, Wahlen“ statt. Leider konnte ich aus terminlichen Gründen nicht persönlich teilnehmen, habe aber die Möglichkeit bekommen, ein Videostatement zu den Themen Brexit und Jugendarbeitslosigkeit abzugeben.

Radiointerview zur Jugendarbeitslosigkeit

Letzten Mittwoch wurde ich von Kiez FM zum Thema Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik interviewt. Darin äußerte ich mich erneut zur Jugendarbeitslosigkeit in den europäischen Staaten und wie man auf EU-Ebene dagegen vorgehen kann.

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Vorschlag zur Europäischen Säule Sozialer Rechte bleibt hinter Erwartungen zurück

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Europa muss den Jugendlichen eine faire Chance bieten

Im Rahmen der Halbzeitüberprüfung des mehrjährigen Finanzrahmens der Europäischen Union (MFR) hat das EU-Parlament heute die Mittel zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit um 1,2 Milliarden Euro erhöht. Die EU-Programme zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit haben erste positive Ergebnisse geliefert. Seit dem Allzeithoch 2013 ging die Jugendarbeitslosigkeit in Europa von den damaligen 24,4 Prozent auf aktuell 18,8 Prozent zurück. Jetzt, wo die Maßnahmen in den krisengebeutelten Ländern wie Griechenland, Italien, Spanien und Portugal erste Früchte tragen, dürfen die Mitgliedsländer ihre Anstrengungen nicht einstellen, sondern müssen nochmal eine Schippe drauf legen. Die Jugendarbeitslosigkeit in diesen Ländern ist immer noch dramatisch hoch.

Europa und seine Mitgliedsstaaten können und müssen allen jungen Menschen unter 24 Jahre eine Perspektive bieten

Wir sind weit von unserem eigentlichen Ziel entfernt, allen arbeitslosen Jugendlichen innerhalb von 4 Monaten einen Job, ein Praktika oder eine Aus- und Weiterbildungsmaßnahme anbieten zu können. Über vier Millionen arbeitslose Jugendliche sind eine europäische Katastrophe. Auf lange Sicht kostet uns das mehr Geld, als jetzt intelligent in unsere Jugend und in einen nachhaltigen Arbeitsmarkt zu investieren.

Leider haben wir in dieser Frage nicht alle EU-Mitgliedsstaaten auf unserer Seite. Das Europäische Parlament hat in den Verhandlungen mit dem Rat deutlich mehr Mittel zur Unterstützung der Jugendlichen gefordert, musste sich dann aber auf den Kompromiss von 1,2 Milliarden Euro Mehrinvestitionen einigen.