30 Tage Urlaub – das gab es schon immer – oder?

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
vor genau 30 Jahren haben wir Metallerinnen und Metaller in der Metall- und Elektroindustrie der Bundesrepublik Deutschland 30 Tage tariflichen Urlaubsanspruch durchgesetzt.
Das war weder selbstverständlich, noch fiel es vom Himmel – uns wurde nichts geschenkt! Der Kampf um den tariflichen Urlaubsanspruch währte lange und begann in der Bundesrepublik schon 1948: damals mit 12 Tagen im Jahr. Übrigens: die Woche hatte zu dieser
Zeit noch sechs Arbeitstage für alle, der Urlaub umfasste also gerade mal zwei Wochen!
Zehn Jahre später gelang es erst, den Urlaubsanspruch auf drei Wochen pro Jahr anzuheben. Danach ging es erstmal nur langsam voran (s. Tabelle).
In den langen Auseinandersetzungen um den Urlaubsanspruch wurde 1978/1979 fast sechs Wochen lang gestreikt. Dennoch dauerte es letztendlich bis 1981, bis in einem Stufenplan die 30 Tage Jahresurlaub im Manteltarif festgeschrieben wurden.

> 1963 19 Arbeitstage
> 1967 20 Arbeitstage
30 Prozent zusätzliches tarifliches Urlaubsgeld.
das zusätzliche Urlaubsgeld wird auf 50 Prozent angehoben.
Beginn der Umsetzung eines erstreikten Stufenplans
nächste Etappe des Stufenplans wurde umgesetzt
Ende des Stufenplans – die 30 Tage sind im MTV festgeschrieben
> 1970 21 Arbeitstage
> 1971 22 Arbeitstage
> 1972 24 Arbeitstage
> 1974 26 Arbeitstage
> 1976 27 Arbeitstage
> 1979 28 Arbeitstage
> 1980 29 Arbeitstage
> 1981 30 Arbeitstage

Darauf sind wir stolz, denn immer noch hinkt die gesetzliche Regelung dem weit hinterher …
In diesem Sinne wünschen wir allen Kolleginnen und Kollegen einen schönen und erholsamen Urlaub und eine gute Zeit!
Eure IG Metall

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