Weniger Schwefel – bessere Luft, gesündere Menschen!

Ab 2015 dürfen Schiffe auf See in ihren Motoren nur noch Schweröl mit geringem Schwefelanteil verbrennen. Das hat am Dienstag das Europäische Parlament beschlossen. 

Die Luftqualität wird sich verbessern. Das ist die erfreuliche Folge des Beschlusses, der überfällig war. Denn die Emissionen im Seeverkehr wurden bisher zu sehr vernachlässigt. Dabei ist erwiesen, dass Kraftstoffe die Gesundheit um so mehr schädigen, je mehr Schwefel sie enthalten. Ohne gesetzlich bestimmte Höchstgrenzen für Schwefel in Schweröl würden in wenigen Jahren auf See mehr Schadstoffe in die Luft geblasen als insgesamt von Land aus. 

Zudem freut es mich sehr, dass in besonderen Härtefällen finanzielle Unterstützung für die umweltfreundliche Umrüstung der Schiffsflotte gewährt werden kann. 

Der Beschluss, den Schadstoffanteil zu verringern, ist ein wichtiger, aber nur ein erster Schritt. Der zweite Schritt sind neue Schiffsantriebe. Leider steckt die Technik noch in den Kinderschuhen. Die EU und auch nationale Regierungen müssen deshalb die Forschung für neue Schiffsantriebe vorantreiben. Mit Flüssiggas angetriebene Schiffsmotoren und Entschwefelungsanlagen für Schiffe sind Gebote der Stunde. Sie haben die erfreuliche Nebenwirkung eines Konjunkturprogramms für Werften.

Der EU-Beschluss sieht vor, ab 2015 den Schwefelanteil in Schiffskraftstoffen auf 0,1 Prozent zu senken. Dieser Wert gilt für Nord- und Ostsee und den Ärmelkanal. Für andere Gewässer sind 0,5 Prozent geplant. Diese Werte gehören zu den Regeln, die bereits von der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (IMO) vereinbart worden sind. Mit dem nun gefassten Parlamentsbeschluss werden sie jetzt im EU-Recht aufgenommen.

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