Bienensterben entschiedener entgegentreten

Europäisches Parlament will Imkerei mit weiteren Forschungsmitteln stärken

Die Europäische Union muss nach Ansicht des Europäischen Parlaments dem vermehrten Bienensterben entschiedener entgegentreten. Mit großer Mehrheit sprachen wir Europaabgeordneten uns heute in Straßburg dafür aus, die Imkerei in Europa mit mehr Forschungsmitteln zu stärken.

Mit dem jetzt verabschiedeten Bericht weisen wir erneut auf die besonderen Herausforderungen für den Bienenzuchtsektor und seinen herausragenden ökologischen Stellenwert hin. Bereits Ende des vergangenen Jahres hatte das Parlament über einen Entschließungsantrag zur Lage der Bienenzucht abgestimmt. Ich freue mich, dass sich das Europäische Parlament vermehrt mit der Bienengesundheit beschäftigt und zeigt, dass es dieses wichtige Thema ernst nimmt. Jetzt muss die EU dringend Taten folgen lassen, um das Bienensterben aufzuhalten. Vor allem sollte vermehrt im Bereich Vorbeugung von Bienenkrankheiten und Stärkung des Immunsystems von Bienen geforscht werden. Wir  Sozialdemokraten fordert außerdem mehr Qualifizierungsangebote für Imker, Landwirte und Forstwirte im Bereich der Bekämpfung von Bienenkrankheiten.

Der größte Teil aller Pflanzenarten ist von der Bestäubung durch Bienen abhängig – der ökonomische Wert dieser Leistung übersteigt bei Weitem den Wert des erzeugten Honigs. Bienen sind entscheidend für die Nahrungsmittelproduktion und ein wichtiges Glied für das ökologische Gleichgewicht.

Wir Sozialdemokraten sind dafür, im Zusammenhang mit der Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) deutlich mehr Anstrengungen zu unternehmen, um die biologische Vielfalt zu erhalten. Bienen sind auf der einen Seite abhängig von einem bestehenden ökologischen Gleichgewicht und tragen auf der anderen Seite dazu bei, die Biodiversität zu erhalten. Bei der jetzt anstehenden GAP-Reform müssen wir deshalb darauf achten, immer auch Maßnahmen gegen das zunehmende Bienensterben im Blick zu behalten.

1 Kommentar

  • Fridolin Brandt

    16. November 2011 at 19:01

    Die wirklichen Ursachen liegen nicht bei der Varroamilbe.( Diese Varroamilbe hat übrigens Prof. Dr. Ruttner vom deutschen Bieneninstitut in Oberursel nach Europa im Jahre 1976 eingeschleppt.) Die Probleme des Bienenvolksterben liegen überwiegend in unserer ausgeräumten Natur und damit einhergehend dem extrem hohen Pestizideinsatz in der Landwirtschaft.
    Das mehrjährige Monitoringprojekt von Bieneninstituten, Bundeslandwirtschaftsministerium, Agrarindustrie und Imkerverbänden war als Reaktion auf die dramatischen Winterverluste vieler Bienenvölker ins Leben gerufen worden. Starke methodische Mängel, falsch ausgewählte Stichproben, ein unzureichender Untersuchungsrahmen und fehlerhafte statistische Methoden führten das Bienenmonitoring jedoch ad absurdum. Im Abschlussbericht des Projekts war behauptet worden, dass der Befall mit Varroamilben unzweifelhaft die Hauptursache der Überwinterungsprobleme darstelle.

    Als mögliche Ursachen des Bienensterbens kommen allerdings viele weitere Faktoren in Frage: Befall mit Parasiten, Infektionen, Umweltstress, einseitige Ernährung der Bienen in Folge von Monokulturen und Pestizide.
    http://www.bund.net/nc/presse/pressemitteilungen/detail/artikel/nabu-und-bund-kritisieren-bienenmonitoring/
    und
    http://www.farmlandbirds.net/de/taxonomy/term/4

    Fridolin Brandt

Kommentar schreiben

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

close

Gefällt Ihnen meine Seite? Dann lassen Sie es ihre Freunde wissen!

Schreiben Sie mir!
Mein YouTube-Kanal
Scroll Up