Einheitlicher EU-Führerschein kommt

Wer ab dem 19. Januar seinen Führerschein macht, bekommt von seinem Prüfer den neuen EU-Führerschein im Kreditkartenformat überreicht. Bisher waren in den 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union über 110 verschiedene Führerscheine im Umlauf. Das ändert sich nun durch das Inkrafttreten der sogenannten dritten Führerscheinrichtlinie.

Mit der Einführung des EU-Führerscheins soll der Führerscheinmissbrauch weiter verhindert werden. Lange Zeit gab es Fälle, in denen Autofahrer nach Entzug ihrer Fahrerlaubnis in der Bundesrepublik eine erneute Fahrprüfung in einem Nachbarland ablegten. Die dritte Führerscheinrichtlinie dient dazu, Rechtsgleichheit herzustellen und dämmt den sogenannten ‚EU-Führerscheintourismus‘ ein.

Außerdem ändert sich auch der Inhalt einiger Führerscheinklassen. So dürfen etwa mit der gängigen Führerscheinklasse B für PKW nun auch schwerere Anhänger genutzt werden. Von den Erweiterungen profitieren alle Inhaber älterer Versionen, ohne ihren Führerschein dafür umtauschen zu müssen. Erst 2033 müssen sich alle Fahrer von ihrem alten Führerschein, der für viele oftmals schon von nostalgischem Wert ist, trennen und später alle zehn bis fünfzehn Jahre aktualisieren lassen.

Ich finde die schrittweise Harmonisierung des Führerscheins seit Ende der 1990er Jahre wichtig, besonders für die Verkehrssicherheit. Wo man auch schaut, sieht man heute immer mehr Autokennzeichen aus den verschiedenen EU-Mitgliedstaaten auf den Straßen. Regeln, die die Fahrberechtigung betreffen, sollten daher auch in allen Ländern gleich sein.

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