„Europa fordert Gesunde Arbeit“

Jeder 4. Beschäftigte in Europa krank durch Arbeit

Heute hat das Europäische Parlament den Bericht zur Halbzeitüberprüfung der Strategie der Europäischen Union für Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz 2007–2012 angenommen. Wichtige sozialdemokratische Forderungen wie die Arbeitsplatzsicherheit als Kriterium in der öffentlichen Auftragsvergabe wurden durchgesetzt.

„Die Wichtigkeit der Gesundheit am Arbeitsplatz kann nicht oft genug unterstrichen werden. Gemäß der Europäischen Agentur für Gesundheit und Sicherheitsschutz am Arbeitsplatz in Bilbao erklären fast 28 % der europäischen ArbeitnehmerInnen, dass sie unter erheblichen gesundheitlichen Problemen leiden. Damit ist jeder 4. Beschäftigte in Europa betroffen“, so die SPD-Europaabgeordnete Jutta STEINRUCK.

Die Beschäftigungs- und Sozialexpertin weiter: „Wir dürfen nicht vergessen, dass bestimmte Gruppen auch einen besonderen Gesundheitsschutz brauchen. Junge und ältere ArbeitnehmerInnen, MigrantInnen und ArbeitnehmerInnen in unsicheren Beschäftigungsverhältnissen sind erwiesenermaßen in höherem Maße berufsbedingten Gesundheitsrisiken ausgesetzt. Wenn ohne vorherige Ausbildung oder die erforderlichen Fertigkeiten gearbeitet wird, steigt die Gefahr einer Krankheit oder eines Unfalls schnell an. Das gilt es zu verhindern.“

„Deshalb müssen wir die bestehende Gesetze zum Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz nicht nur besser in den Mitgliedstaaten anwenden. Wir müssen sie auch weiter entwickeln und verbessern, denn auch die Arbeitswelt verändert sich ständig. Wo früher physische Krankheiten an der Spitze der Arbeitskrankheiten standen, sind es heute vor allem psychische Erkrankungen, die in der Arbeitswelt auf dem Vormarsch sind“ , so die sozialdemokrati­sche Europaabgeordnete.

„Daher fordert das Europäische Parlament in seinem Initiativbericht, diese Entwicklung durch eine noch bessere Gesundheitsüberwachung zukünftig noch sorgfältiger zu untersuchen“, so Jutta STEINRUCK. Darüber hinaus fordern die Europaabgeordneten auch eine größere Rolle für die Prävention.

 

Für weitere Informationen: Abgeordnetenbüro +32 2 28 45563 und Algara Stenzel (Pressesprecherin) +32 473 930 060 (GSM).

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