Frauen müssen mehr verdienen

Frauen verdienen 23% weniger im selben Job wie Männer „Es kann nicht sein, dass gerade die klassischen Frauenberufe schlecht bezahlt und nicht anerkannt sind. Wir müssen genau diese Berufe aufwerten. ErzieherInnen haben ein Recht auf eine hohe gesellschaftliche Anerkennung und ein ordentliches Entgelt, schließlich betreuen sie tagtäglich die Zukunft Deutschlands. Dazu gehört aber auch, dass wir mehr Männer in diesen Berufen brauchen. Die Ursache der Unterrepräsentanz von Männern liegt nicht nur an der teilweisen schlechten Bezahlung, sondern auch an alten Rollenklischees. Hier ist Deutschland noch Entwicklungsland!“ kritisierte die Beschäftigungs- und Sozialexpertin.

Zur morgigen Abstimmung zum Gleichstellungsberichts 2010 der Europäischen Union wies die Schattenberichterstatterin der S&D-Fraktion auf die extreme Gehaltskluft zwischen Männern und Frauen und auf die prekäre Arbeit vieler Frauen hin. „Minijobs sind in Deutschland eine Frauendomäne – mit fatalen Konsequenzen. Es sind klassische Zuverdiennerinnen-Jobs, lückenhaft sozial abgesichert, mit geringem Entgelt bis hin zu einer vorprogrammierten Altersarmut. Das muss sich ändern!“

„Ich freue mich über den Vorstoß von Kommissarin Reding, dass sich die börsennotierten Unternehmen in Europa sich selbst dazu verpflichten sollen, den Frauenanteil in den Vorständen bis 2015 auf 30 Prozent und bis 2020 auf 40 Prozent zu steigern. Kommissarin Reding zeigt hier einen engagierten Einsatz während sich Bundeskanzlerin Merkel wieder mal von den konservativen Herrschaften Ihrer eigenen Partei fernsteuern lässt und solche Pläne ablehnt, “ sagte die Europaabgeordnete. Die Kommission will bis zum 8.März 2012 prüfen, ob es Fortschritte in diese Richtung gegeben hat. 

„Ich bin überzeugt, dass die Kommission sicher noch Mittel und Wege finden wird, die Männerwirtschaft in den deutschen Vorstandsetagen endlich aufzubrechen“, gab sich STEINRUCK zuversichtlich. In Norwegen hat sich innerhalb von 5 Jahren seit Einführung einer verpflichtenden Vorstandsquote die Anzahl der weiblichen Führungskräfte von 25% auf 45% gesteigert.

Hintergrund: Lediglich 10% aller Vorstandsposten in europäischen Großunternehmen sind von Frauen besetzt. Noch schlimmer ist die Lage bei der Leitung von Großunternehmen: nur 3% sind weiblich.

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