Kein Sozial- und Lohndumping bei Bodenverkehrsdiensten!

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Europäische Arbeitnehmer demonstrieren in Brüssel

 

Gegen die geplanten Verschlechterungen für die Bodenverkehrsdienste durch die EU-Kommission demonstrieren heute Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen aus ganz Europa kurz vor der Abstimmung am Dienstag im Transport-Ausschuss des Europäischen Parlaments.

Der zurzeit im Europaparlament diskutierte Kommissions-Vorschlag soll die Wettbewerbsfähigkeit bei den Bodenverkehrsdiensten an den europäischen Flughäfen erhöhen. Auf die möglichen Folgen für die Sicherheit des Flugverkehrs sowie die unsozialen Folgen für die in diesem Bereich Beschäftigten wollen auch die anwesenden Politiker hinweisen.

 

Der Verkehrsausschuss wird Dienstag, 6. November über die verkehrspolitischen Teile des Kommissionsvorschlags abstimmen. Bereits heute versichert Knut FLECKENSTEIN Berichterstatter für die europäischen Sozialdemokraten im Verkehrsausschuss den Beschäftigten bei der Kundgebung: „Wir werden den Kommissionsvorschlag zurückweisen.  Denn eine Zwangszulassung weiterer Anbieter würde Lohn- und Sozialdumping Tür und Tor öffnen und die Arbeitsbedingungen noch weiter verschlechtern.“

 

Unterstützung erhält Knut FLECKENSTEIN von der Berichterstatterin für die sozialdemokratische Fraktion im Beschäftigungsausschuss, Jutta STEINRUCK. Der Ausschuss hatte die beschäftigungspolitischen Teile des Kommissionsentwurfes bereits am 18. September diesen Jahres abgestimmt: „Es ist uns nicht gelungen, im Beschäftigungsausschuss Mehrheiten für eine bessere Absicherung und bessere Arbeitssituation der Arbeitnehmer in den Bodenverkehrsdiensten im Bericht festzuschreiben. Das lag daran, dass die Konservativen und Liberalen entgegen ihren Ankündigungen nicht bereit waren, die Position der Beschäftigten stärker zu verbessern. Wieder einmal haben einseitig wirtschaftsorientierte Mehrheiten im Europaparlament verhindert, dass die Menschen im Vordergrund stehen. Schon jetzt müssen Mitarbeiter der Bodenverkehrsdienste ergänzende Hilfe zum Leben auf Kosten der Steuerzahler beziehen, weil sie zu Dumpinglöhnen arbeiten. Eine weitere Öffnung der Bodenverkehrsdienste würde eine Verschlimmerung der Situation für viele Beschäftigte bedeuten.

 

Hintergrund:

Zu den Bodenverkehrsdiensten gehören Gepäckabfertigung, Fracht- und Postabfertigung, Vorfelddienste, Betankungsdienste, administrative Abfertigung am Boden und Überwachung, Fluggastabfertigung, Reinigungsdienste und Flugzeugservice, Stationswartungsdienste, Flugbetriebs- und Besatzungsdienste, Transportdienste am Boden sowie Bordverpflegungsdienste (Catering).

Für weitere Informationen: Abgeordnetenbüro +32 2 28 31603.


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