Keine jährliche HU!

EU-Kommissionsvorstoß für jährliche Fahrzeughauptuntersuchung abgewehrt

Deutsche Autofahrer dürfen aufatmen: Dem Vorstoß der EU-Kommission, eine jährliche Fahrzeughauptuntersuchung verpflichtend einzuführen, hat der Verkehrsausschuss im Europäischen Parlament am Donnerstag eine klare Absage erteilt.

Einheitliche Regeln zur Fahrzeugprüfung sind notwendig für die Sicherheit auf Europas Straßen. Allerdings muss dabei das richtige Maß angewandt werden: In Deutschland haben wir mit dem Zwei-Jahres-Turnus bei der Prüfung gute Erfahrungen gemacht. Es gibt keine Belege, dass die jährliche Kontrolle ab dem siebten Jahr oder einem Kilometerstand von 160 000 einen Beitrag zur Verkehrssicherheit leisten würde. Es verursacht lediglich bürokratische und finanzielle Belastungen für die Fahrer von bis zu 90 Euro jedes Jahr. So viel kostet nämlich derzeit die berühmte Plakette auf dem Nummernschild.

Kritik kann man am allerdings am Abstimmungsverhalten der Konservativen üben, die gegen die Aufnahme von Motorrädern in den Anwendungsbereich der Verordnung stimmten. Dass Motorräder europaweit auch weiterhin nicht zwingend zur Kontrolle müssen, halte ich für unverantwortlich. Schließlich handelt es sich bei dieser Gruppe um die Straßenverkehrsteilnehmer mit dem nachweislich höchsten Sicherheitsrisiko. Wenn wir die Zahl der Verkehrstoten pro Jahr bis 2020 halbieren wollen, ist es höchste Zeit, die Prüfung für Motorräder EU-weit verpflichtend zu machen!

In Deutschland müssen Motorräder zwar bereits alle zwei Jahre zur Betriebskontrolle, in vielen anderen Mitgliedstaaten, darunter auch Frankreich, Belgien und die Niederlande, sind Zweiräder jedoch gänzlich von der Untersuchungspflicht ausgenommen.

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