Konferenz in Paris zu Sozialdumping in der Luftfahrt

Heute Morgen habe ich an einer Diskussionsrunde zu unfairen Beschäftigungsformen in der Flugbranche teilgenommen. Im Rahmen der zweitägigen Veranstaltung  wurde eine Studie vorgestellt, welche die ausbeuterischen Praktiken bei Billigfluglinien mit Zahlen belegt. Ein Großteil der meist jungen PilotInnen ist dabei nicht direkt angestellt und ohne Rechte bei der Mitbestimmung von Arbeits- und Flugzeiten. Statt Festverträgen gibt es undurchsichtige Anstellungemodelle über ausländische Zeitarbeitsagenturen oder Scheinselbstständigkeit. Besonders perfide ist dabei das Vorgehen einiger Airlines, PilotInnen gegen Bezahlung anzubieten ihre Flugstunden abzuleisten, um die erforderliche Flugstundenzahl für einen Linzenz zu erhalten („Pay to Fly“). Hinter dem Rücken der Passagiere findet ein gnadenloser Wettbewerbskampf mit negativen Folgen für die Sicherheitsbedingungen an Bord und der sozialen Rechte der MitarbeiterInnen statt. Gemeinsam haben wir nun diskutiert, wie diesem Problem in Zukunft auf gesetzlicher Ebene zu begegnen ist. Hier gilt es bestehende Regelungen bei den Luftverkehrsdiensten zum Schutz vor unfairen Geschäftspraktiken zu überarbeiten. Ich verfolge das Problem nun seit Beginn meiner Amtszeit im Europäischen Parlament und werde als Koordinatorin der Europa-SPD im Ausschuss für Beschäftigung und Soziales, auch weiterhin die Europäischen Kommission zum Handeln auffordern.

Die Studie ist unter folgendem Link abrufbar (Englische Version): https://www.eurocockpit.be/sites/default/files/report_atypical_employment_in_aviation_15_0212_f.pdf

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