Mehr als 120 Millionen Menschen sind bedroht

Abgeordnete verabschieden Armutsfonds für Europa

Das Europäische Parlament hat am Dienstag in Straßburg die Einrichtung des Europäischen Hilfsfonds für die am stärksten von Armut betroffenen Menschen in der EU beschlossen. Der neue Fonds ist die Fortführung des ehemaligen Lebensmittelhilfeprogramms unter der Gemeinsamen Agrarpolitik. Durch die Umstellung auf eine neue Rechtsgrundlage können die eingesetzten 3,5 Milliarden Euro nun nicht nur für die Lebensmittelverteilung genutzt werden, sondern auch für materielle Güter des täglichen Gebrauchs sowie für Maßnahmen zur sozialen Eingliederung.

Jutta STEINRUCK, Sozialsprecherin der SPD-Europaabgeordneten, unterstützt die Förderung der Armutsbekämpfung: „Das Budget des Armutsfonds von 3,5 Milliarden Euro stärkt in Zeiten der Finanzkrise die Entwicklung zu einem sozialen Europa. Nun müssen die Mitgliedstaaten sicherstellen, dass die bereitgestellte Summe hilft, die Notlage der Ärmsten in Europa zu vermindern. Die Europa-2020-Strategie zielt darauf ab, die Anzahl der von Armut und Ausgrenzung betroffenen Menschen um 20 Millionen zu reduzieren. Das funktioniert nur, wenn die Mitgliedstaaten die verfügbaren Gelder durch nationale Maßnahmen ergänzen.“

Der Hilfsfonds steht für die Jahre 2014 bis 2020 zur Verfügung. Die Bundesrepublik wird mit rund 70 Millionen Euro in der Armutsbekämpfung unterstützt.

„Mehr als 120 Millionen Menschen in Europa sind von sozialer Ausgrenzung bedroht“, sagt die Europaabgeordnete Jutta STEINRUCK, „Armut ist kein Einzelfall und auch kein Problem einzelner Mitgliedstaaten. Ihre Bekämpfung ist eine gesamteuropäische Aufgabe. Der europäische Hilfsfonds ist ein Schritt in Richtung mehr Solidarität in Europa.“

 

 

 

 

 

 

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