Schwarz-Gelb drückt Löhne in Deutschland

Auch der IWF warnt Berlin jetzt vor zu drastischem Kürzungskurs

Die Bundesregierung darf es mit den Kürzungen nicht übertreiben und muss mehr für die Binnenkonjunktur tun. Dieser langjährigen Forderung der europäischen Sozialdemokraten hat sich nun der Internationale Währungsfonds (IWF) angeschlossen. Selbstverständlich müssen die Reallöhne in Deutschland steigen. Wir drängen Schwarz-Gelb seit Jahren, genau so endlich effizient gegen die Krise in Europa anzugehen. Es ist bemerkenswert, dass ausgerechnet der IWF unsere Analyse bestätigt. Leider hat die Bundesregierung diese Erkenntnis jahrelang konsequent ignoriert. Die Aussichten der deutschen Wirtschaft für den Rest des Jahres 2013 und das nächste Jahr hängen stark von einer allmählichen Erholung im Rest der Eurozone ab, heißt es in der IWF-Analyse. Schwarz-Gelb darf den Bürgern nicht länger etwas vormachen: Die Bundesregierung hat mit ihrer Europapolitik vollkommen versagt. Das wird auch auf Deutschland drastische Auswirkungen haben, wenn Merkel so weitermacht. Wir müssen den selbstzerstörerischen Kurs dieser Krisenkoalition korrigieren. Mit ihrer starken Exportorientierung sei die deutsche Wirtschaft derzeit äußerst anfällig für Einflüsse aus dem Ausland, schreibt auch der IWF in seiner Studie. Die Bundesregierung sollte diese Analyse gründlich lesen. Viele Arbeitnehmer müssen darben. Schwarz-Gelb hat offenbar nicht verstanden, dass höhere Löhne die Binnennachfrage stärken und somit die Anfälligkeit der Wirtschaft für externe Schocks verringern. Eine Untersuchung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) zeigt, dass das durchschnittliche Monatseinkommen im vergangenen Jahrzehnt real um 93 Euro geschrumpft ist. Betroffen sind nahezu alle Einkommensgruppen. Erst in den vergangenen zwei Jahren gab es eine leichte Korrektur. Laut der Sozialdemokratin muss Schwarz-Gelb wesentlich stärkere Anreize schaffen. Lohnerhöhungen in Deutschland, ausgelöst etwa durch einen flächendeckenden Mindestlohn, bereichern ganz Europa. So könnte ein ausgewogeneres Wachstum geschaffen werden, von dem auch Arbeitnehmer angemessen profitieren –  ein Grundstein für die Erholung der gesamten Euro-Zone.

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