Moderne Sklaverei in Europas Fernverkehr

Kraftfahrer demonstrieren am kommenden Samstag in Berlin

Wenn LKW-Fahrer hier in Europa zu Hungerlöhnen von scheinbar nur 300 Euro beschäftigt werden, in ihren Fahrerkabinen übernachten und ihnen der Anspruch zu jeglichen Sozial- und Grundrechten verwehrt wird, dann muss sich schnellstmöglich was ändern in Europa!

Anfang der Woche wurde ich über die unhaltbaren Zustände in der Fernfahrerbranche informiert. So soll etwa ein lettisches Unternehmen mit Sitz in Lübeck philippinische Kraftfahrer beschäftigen, die scheinbar nur 300 Euro im Monat bekommen. Das ist ein Bruchteil dessen, was ein deutscher oder osteuropäischer Fahrer verdient.

Wurden in der Vergangenheit Billig-Kraftfahrer aus anderen europäischen Ländern angeheuert, um Lohnkosten zu drücken, fordert die Branche heute geradezu durch den immer weitergehenden gnadenlosen Unterbietungswettbewerb die Schmutzkonkurrenz mit ihren illegalen Praktiken heraus.

Wenn die Kraftfahrer am Samstag unter anderem gleichen Lohn für gleiche Arbeit einfordern, dann ist das Anliegen der Fernfahrer ein europäisches Problem. Die Einhaltung bestehender EU-Gesetze muss wirksamer kontrolliert und bestraft werden. Auch muss die Praxis bei Entsendungen von Arbeitsnehmern aus anderen Ländern endlich mit klaren und transparenten Regeln nachgearbeitet werden!

Wir kämpfen zurzeit dafür, dass der Missbrauch von entsandten Arbeitnehmern durch wirksamere Kontrollen, klare Haftungsregeln für die gesamte Subunternehmerkette und die Eindämmung illegaler Praktiken endlich gestoppt wird. Leider gestalten sich die Verhandlungen auf Grund des Widerstandes aus den Reihen von Konservativen und Liberalen sehr schwierig.

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