Präsidentenwahl in Frankreich – Ausgang ist entscheidend für Europas Zukunft!

Unsere französischen Freunde haben gestern gewählt. Die Wahlen standen in mehrfacher Hinsicht unter besonderen Vorzeichen. Erstmals hat es keine der zwei großen Parteien, weder die Konservativen noch die Sozialisten, in die zweite Wahlrunde der Präsidentschaftswahl geschafft. Jetzt kommt es zu einer Stichwahl zwischen Emmanuel Macron (23,9%) und Marine Le Pen (21,4%), die die meisten Stimmen im ersten Wahlgang auf sich vereinen konnten.

Macron steht im Gegensatz zu Le Pen für ein offenes und tolerantes Frankreich. Für die Zukunft Europas ist es sehr wichtig, dass sich jetzt alle Demokraten hinter Macron versammeln und ihn im zweiten Wahlgang unterstützen. Ich und meine Fraktion im Europäischen Parlament unterstützen große Teile von Macrons Plänen, die Zusammenarbeit in der EU zu verbessern und weiter zu demokratisieren. So will er sich für eine Stärkung des Europäischen Parlaments einsetzen und spricht zudem von einer europäischen Wirtschaftsregierung, die für eine gemeinsame Euro-Politik sorgen soll – oder von einer Stärkung des gemeinsamen EU-Grenzschutzes.

Ich habe Le Pen oft genug im Plenum des Europäischen Parlaments zuhören müssen, um zu wissen, dass diese Frau keine echten Lösungen anbietet. Ihre protektionistischen und scharf nationalistischen Ideen stammen allesamt aus dem letzten Jahrhundert und haben uns damals ins Unglück gestürzt. Der Wahlerfolg von Marine Le Pen gründet nicht auf ihrer Stärke, sondern zu großen Teilen auf den Krisen, die Europa herausfordern. Darum ist es jetzt umso wichtiger, den Menschen die Vorteile Europas zu erklären und Europa insgesamt krisenfester und sozialer zu machen.

 

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