Sozialdumping im Transportwesen einen Riegel vorschieben

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Demo der LKW-Fahrer in Ludwigshafen und Mannheim am Samstag

Um auf die teils menschenunwürdigen Zustände im Transportwesen aufmerksam zu machen, findet am kommenden Samstag, 17. Mai, in Ludwigshafen und Mannheim eine Demonstration der „Actie in de Transport Germany“ statt. Nach erfolgreichen Demonstrationen zum Thema Lohndumping im Transportwesen in Berlin, Köln, Lübeck, Dortmund, Aschaffenburg und Dresden kommen die LKW-Fahrer in die Metropolregion.

„Wenn LKW-Fahrer hier in Europa zu Hungerlöhnen von scheinbar nur 300 Euro beschäftigt werden, ihre regelmäßige wöchentliche Ruhezeit von 45 Stunden verbotswidrig auf Autobahnparkplätzen verbringen und ihnen der Anspruch zu jeglichen Sozial- und Grundrechten verwehrt wird, dann muss sich schnellstmöglich was ändern in Europa!“, kann die rheinland-pfälzische Europaabgeordnete Jutta STEINRUCK die Wut der Kraftfahrer nachvollziehen.

„In der Transportbranche heute herrscht ein gnadenloser Unterbietungswettbewerb, der die Billigkonkurrenz mit ihren illegalen Praktiken herausfordert“, berichtet die SPD-Abgeordnete Jutta STEINRUCK, die schon lange im engen Kontakt mit Actie in de Transport Germany steht. Bei gemeinsamen Veranstaltungen und Demos – zum Beispiel in Lübeck, Aschaffenburg und Dresden – hat die Europaabgeordnete bereits in der Vergangenheit die Fahrerinnen und Fahrer in ihren Anliegen unterstützt. „Das Problem dabei sind allerdings nicht die Fahrer, sondern diejenigen Unternehmen, die jedes Schlupfloch in der europäischen Gesetzgebung nutzen, um noch billiger als die Konkurrenz sein zu können. Das schadet auch den Unternehmen, die ihre Fahrer und Fahrerinnen fair bezahlen“, so Jutta STEINRUCK weiter. Einen Lösungsvorschlag liefert sie gleich mit: „Es gibt europäische Regelungen. Das Problem ist häufig die Umsetzung. Vor allem fehlende Kontrollen“, so Jutta STEINRUCK. Die fehlenden Kontrollen seien häufig dem Personalmangel der Kontrollbehörden geschuldet. „Damit wird natürlich kalkuliert. Deshalb müssen die zuständigen Stellen mit genügend Personal ausgestattet werden“, fordert Jutta STEINRUCK. Darüber hinaus müssten Briefkastenfirmen bekämpft und klare Haftungsregeln für die gesamte Subunternehmerkette aufgestellt werden. Auch müsse die Praxis bei Entsendungen von Arbeitnehmern aus anderen Ländern endlich mit klaren und transparenten Regeln nachgearbeitet werden.

„Die Forderung der Fahrerinnen und Fahrer nach gleichem Lohn für gleiche Arbeit am gleichen Ort kann ich nur unterstützen“, so Jutta Steinruck abschließend.

Hintergrund:
Der Fußgängerzug beginnt um 10:00 Uhr am Berliner Platz in Ludwigshafen, der Konvoi setzt sich ebenfalls um 10:00 Uhr ab Am Hansenbusch in Ludwigshafen in Bewegung. Über die Kurt-Schumacher-Brücke bewegt sich der Tross nach Mannheim zum Alten Meßplatz. Dort wird ab ca. 12:00 Uhr die Kundgebung stattfinden. Die genaue Route und weitere Informationen finden Sie im Flyer.
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5 Kommentare

  • Wolfgang

    16. Mai 2014 at 23:48

    Diese Aktionen sind lächerlich. So wie es dargestellt wird könnte ganz Deutschland auf die Strasse gehen! Angefangen von den Arbeitslosen bis hin zum LKW – Fahrer/in. Zudem bekommen die meisten Fahrer noch Speßengeld wo aber nirgends erwähnt wird. Die LKW – Fahrer sollen hier „zur Überzeugung“ die Lohnabrechnung posten! Ich finde das Auftreten nur lächerlich und SIE Frau Steinruck sollten ihre Zeit für wichtigere Dinge nutzen und Deutschland im Europaparlament vertreten aber nicht indem Sie die Osteuropaer mit der Unterstützung dieser Aktion angreifen! Grüße aus RP!!!

    • juttasteinruck

      23. Mai 2014 at 7:46

      Ich möchte noch einmal ganz klar sagen: Die Demos richten sich in keiner Weise gegen osteuropäische Fahrerinnen und Fahrer, sondern gegen die Unternehmen, die Menschen aus reiner Profitgier ausbeuten. Wir müssen aufhören mit dem gnadenlosen Unterbietungswettbewerb. Ich bin mit vielen Berufskraftfahrern, Unternehmen und Selbstständigen in Kontakt und weiß um die Problematik. Einen guten Einblick gibt auch folgender Beitrag im WDR https://www.youtube.com/watch?v=d_KZ0L1Fnso. Dieser trifft nicht nur die LKW-Fahrer, sondern das Lohn- und Sozialdumping ist ein Problem in viele Branchen. Ich war und bin geschockt über die Geschichten, die mich aus so vielen Branchen in Europa erreichen – Menschen, die zu Hungerlöhnen arbeiten müssen, die am Rande der Illegalität beschäftigt werden und kaum eine Chance haben, fair behandelt zu werden. In vielen Bereichen grenzt das an moderne Sklaverei. Das betrifft nicht nur die Arbeitnehmer, sondern schadet auch allen Unternehmen, die ordentlich und moralisch einwandfrei arbeiten. Da müssen wir jetzt umsteuern. Und genau dafür setze ich mich jeden Tag in meiner Arbeit als Europaabgeordnete ein: Gute Arbeitsplätze für jeden nach dem Prinzip gleicher Lohn für gleiche Arbeit am gleichen Ort.

  • Jörg Mischke

    22. Mai 2014 at 7:12

    Spesen sind der Ausgleich für Mehraufwand …das heißt draußen ist es teurer zu Leben als daheim …geh mal mit 24 Euro am Tag drei mal essen trinken und auf Öffentliche Toiletten ,mein Freund dann motz weiter …wer keine Ahnung hat sollte sich schlau machen bevor er den Hals auf macht ….in Deutschland nd werden Fahrer genau von solchen Menschen für deren Lebensstandart wir täglich sorgen …wie das letzte behandelt ….wir zählen Schulungen ,Fahrerkarten ,Maut usw. Von Strafen mal abgesehen keiner wird so gemolken wie wir ….denkt mal darüber nach …..

  • Silke

    23. Mai 2014 at 4:04

    Der Herr Wolfang soll sich mal anständig erkundigen, bevor er hier so einen – Sorry! – Schwachsinn schreibt. Gemessen an den geleisteten Stunden bewegt sich die Entlohnung eines Fahrers mittlerweile im Niedriglohnsektor. Nettogehälter inkl. der lächerlichen Spesen in Deutschland betragen nicht selten unter 1500€. Dann sollte man auch mal die Preise auf den Raststätten anschauen. Jeder Toilettengang, jede Dusche… Die Preise sind in den letzten 10 Jahren um teilweise 300% gestiegen. Die Löhne hingegen nicht.
    Ich z.B. hatte im Fernverkehr zwar das relativ hohe Nettogehalt inkl. Spesen von 2000€, der Brottolohn aber gerade mal um die 1000€. Nein, das ist kein Rechenfehler. So spart sich der Arbeitgeber Lohnnebenkosten! Als ich arbeitslos war, bekam ich gerade mal 426€. So sieht es dann auch bei mener Rente aus.
    Also erstmal nachdenken & sich kundig machen, bevor man hier im Bildzeitungsniveau Sprüche abläßt….

  • Heike

    10. Mai 2015 at 0:55

    Das mit den Preisen in den Raststätten ist eine Frechheit, wir nehmen alles mit, nur pinkeln kostet uns was, manchmal ist das Behindertenklo zu, immer so ein Stress.
    Die modernen LKWs sollten mit Küche und Dusche ausgerüstet sein und die Raststätten für LKW geeigneter.
    Aber wenn wir jetzt alle maut bezahlen bekommen wir super Autobahnen und die Raststätten werden ausgebaut.
    Leider war Maut-Alex bisher nicht bereit mir das zu versprechen.

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