Leben in Ludwigshafen – für eine Infrastruktur mit Zukunft

Ich bin eine Ludwigshafenerin. Ich kenne die Stadt seit meiner Geburt und ich weiß, wo es gut ist und wo Änderungen notwendig sind. In diesem Bereich kommen ohne Frage wichtige Herausforderungen auf unsere Stadt zu: Hochstraße und City West, Rathaus, Neuausrichtung der Innenstadt, Schaffung von attraktivem und bezahlbarem Wohnraum und die Frage, wie trotz aller Baustellen der Verkehr fließen kann.

Eine attraktive Innenstadt ist ein MUSS

Ludwigshafen braucht sichtbare Fortschritte in der Stadtentwicklung in den Stadtteilen und in der Innenstadt. Eine lebendige Innenstadt und liebenswerte Stadtteile sind Kern einer nachhaltigen Ludwigshafener Stadtentwicklung. Ludwigshafen hat an vielen Stellen ungenutzte Ressourcen und Potenzial zur Neugestaltung von Räumen. Wir können aus vermeintlichen Defiziten neue Möglichkeiten schaffen. Eine attraktive Innenstadt ist ein MUSS. Die Abwanderung von Kaufkraft in große Gewerbegebiete und auch der Einkauf über das Internet sind Fakten und lassen sich kaum mehr zurückdrehen. Stadtpolitik hat keinen unmittelbaren Zugriff auf Flächen und Immobilien in der Innenstadt, um den Handel dort wieder anzusiedeln. Das geht nur über kleine Schritte – unter Beteiligung der Einzelhändler, der Gastronomen, der Hauseigentümer und vor allem der Menschen, die in der Stadt wohnen. In der Innenstadt wollen die Menschen Lebensqualität, weniger Beton und graue Steine und mehr Grünflächen und Verweilräume, kurzum: Wohlfühlorte. Das heißt für mich, die Stadtteile attraktiv erhalten und fortentwickeln. Hier ist der Lebensmittelpunkt und Identifikationsfaktor vieler Ludwigshafenerinnen und Ludwigshafener. Die Unterschiedlichkeit der Stadtteile ist ein Kennzeichen der Stadt und soll als lebenswerter Teil erhalten und weiterentwickelt werden.

Klasse statt Masse

Ich werde als Oberbürgermeisterin ein klares Konzept für die Fortentwicklung der Innenstadt zum Wohn- und Arbeitsstadtteil mit Bildungs-, Kultur- und Freizeitwert vorlegen. Dies hilft auch dem bestehenden Fachhandel und setzt Impulse für Neuansiedlung nach dem Prinzip „Klasse statt Masse“.

In meinem Konzept sind Ladenleerstände potenzielle Räume für soziale Einrichtungen, Bildung und Kultur. Außerdem werde ich eine teilweise Umnutzung von Gewerbe- und Einzelhandelsflächen in barrierefreie Wohnungen anstoßen. Dazu werde ich den intensiven Kontakt mit den Eigentümern suchen, um die Stadt gemeinsam voranzubringen. Zudem will ich zusätzliche Arbeitsplätze in das Stadtzentrum bringen. Mein Konzept wird daher die Nutzung von Leerständen für Büros vorsehen. Ich sehe das Wachstum der Hochschule und die steigenden Studierendenzahlen als große Chance für Ludwigshafen unter anderem für Kooperationen mit anderen Bildungseinrichtungen aber eben auch zur Belebung unserer Innenstadt. Deswegen wird mein Konzept für die Innenstadt kostengünstigen Wohnraum für Studierende vorsehen. Im Moment unbelebter öffentlicher Raum wird durch Bepflanzung und Schaffung von kommunikationsfördernden Räumen wiederbelebt. Die Fußgängerzone wird durch die Schaffung von grünen Wohlfühlorten, der Anschaffung von Spielgeräten sowie der Einrichtung von öffentlichen Verweilzonen zu einem Anziehungspunkt. Sie erhält einen Fahrradstreifen. Das Konzept werde ich unter Einbeziehung der Laden- und Gaststätteninhaber entwickeln und setze auf deren Potenzial.

Rathaus

Ende 2016 wurden große Teile des Rathausturms aus brandschutzrechtlichen Gründen geräumt und Büroflächen für die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angemietet. Nun stellt sich die Frage: wie weiter? Ich halte es für dringend geboten, Alternativen zur Sanierung des bestehenden Rathausturms zu prüfen, um eine gute Entscheidungsgrundlage zu haben. Eines will ich auf jeden Fall: eine ordentliche Entscheidung, bei der alle Punkte in Betracht gezogen werden, um am Ende für Ludwigshafen die beste Entscheidung zu treffen. Schnellschüsse bringen uns hier nicht weiter. Dabei kommt es mir vor allem auf die folgenden Punkte an: Welche Kosten entstehen jetzt und welche werden in Zukunft entstehen? Was kommt den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger und der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am meisten entgegen? Bei der Planung ist die Stadtentwicklung im Gesamten zu berücksichtigen.

Walzmühl-Center

Die neue Bebauung des Rheinufers Süd bringt auch für die Walzmühle neue Entwicklungsmöglichkeiten durch die verstärkte Kaufkraft in unmittelbarer Nähe. Ich werde unmittelbar das Gespräch mit dem Eigentümer suchen, um eine tragfähige Neuausrichtung an diesem Standort voranzutreiben.

Investitionen attraktiv machen

Grundsätzlich begrüße ich es, wenn in Ludwigshafen privates Geld investiert wird. Das bedeutet aber nicht, dass jedes private Investment unkritisch willkommen geheißen werden kann. Investoren und Stadt müssen Partner auf Augenhöhe sein. Die Ziele der Stadtentwicklung müssen von der Stadt und ihren Bürgerinnen und Bürgern festgelegt und verfolgt werden und dürfen nicht durch Investoren mehr oder minder vorgegeben werden. Besonders bei größeren Projekten ist darauf zu achten, dass übergeordnete Ziele der Stadtentwicklung nicht aus den Augen verloren werden.

Wohnortnahe Versorgung

Ich werde dafür sorgen, dass die Ludwigshafener Stadtteile weiter das bieten, was die Bürgerinnen und Bürger vor Ort benötigen. Das sind mindestens Einkaufsmöglichkeiten für den täglichen Bedarf, Kinderbetreuungsangebote, Freizeitangebote u.ä. Das bedeutet aber auch ärztliche Versorgung oder eine wohnortnahe Pflegeeinrichtung.

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