Transparente und sozial gerecht ausgestaltete Finanzmarktregulierung

In unserer Sitzung am Freitag in Straßburg haben meine Kollegen und ich mit großer Mehrheit dem MiFiD II Paket zugestimmt. Das Paket soll für eine Entschleunigung des Hochfrequenzhandels an den Börsen sorgen. Das Kaufen und Verkaufen von Finanzprodukten auf elektronischem Weg innerhalb von Millisekunden ist gefährlich. Weil sich PCs nicht schnell genug abschalten ließen, sind große Summen vernichtet worden.

Durch MiFiD II muss jeder Handelsbefehl eine halbe Sekunde im Buchunssystem gehalten werden. Das führt dazu, dass der Hochfrequenzhandel um mehr als das 150fache gebremst wird. Außerdem müssen computergestützte Handelsprogramme vor der Zulassung an einer Börse getestet werden.

Auch die Spekulationen mit Agrar- und Industrierohstoffen sollen mit MiFiD II beendet werden. Rohstoffspekulanten verschulden Hunger in Entwicklungsländern und Engpässe in der Realwirtschaft und damit die Ernährung von Weltregionen und die Produktion neuer Technologien. Durch Positionslimits soll in Zukunft festgelegt werden, welcher Marktteilnehmer welche Rohstoffe in welchem Umfang ankaufen darf. 

Außerdem werden durch MiFiD II der Verbraucherschutz und die professionelle Beratung für Kleinsparer gesichert. Wer beim Kauf von Finanzprodukten Provisionen kassiert, darf sich nicht mehr unabhängig nennen und muss den Kunden darüber informieren. So wird „unabhängige Beratung“ ein starkes Gütesiegel an dem sich Anleger orientieren können.

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