Zwei Jahre nach dem Rana Plaza Unglück in Bangladesch: Keine Verbesserung der Arbeitsbedinungen für die Näherinnen und Nähern

Vor zwei Jahren mussten wir mit ansehen, wie 1134 Menschen bei einem Brand in einer Textilfabrik in Bangladesch ums Leben gekommen sind. Diese Tragödie war menschengemacht. Alle vorangegangenen Warnhinweise, dass die Fabrik keinen Sicherheitsstandards genügte, wurden von den Verantwortlichen des Fabrikgebäudes und den örtlichen Behörden missachtet. Anscheinend unendliche Profitgier hat die Verantwortlichen soweit getrieben, Tausende von Näherinnen und Nähern einer solchen Gefahr für ihr Leben auszusetzen.

Bis heute müssen wir fehlenden Schutz am Arbeitsplatz, miese Entlohnung und unbezahlte Überstunden für die fast 3 Millionen Beschäftigten im Textilsektor von Bangladesch beklagen.

Unsere europäischen Textilunternehmen aus dem Einzel- und Großhandel, die in Bangladesch spottbillig produzieren lassen, tragen für die dortigen Arbeitsbedingungen Mitverantwortung. Während die großen Markenhersteller und Discounter an einem T-Shirt durchschnittlich 40% des Verkaufspreises verdienen, bekommt die Näherin aus Bangladesch nur bescheidene 4%.

Ich rufe die Europäische Kommission auf endlich aktiv zu werden und in Kooperation mit der Regierung in Bangladesch auf bessere Arbeits- und Sozialstandards für die Näherinnen und Nähern zu drängen. Dafür sind starke Sozialpartner vor Ort unerlässlich. Die Regierung von Bangladesch muss die Rechte von Gewerkschaften deutlich verbessern, damit die Unternehmen nicht weiter Arbeitnehmervertretungen in Bangladesch bekämpfen oder sogar verhindern können.

Meine Rede dazu finden Sie hier unter dem Artikel. Am Mittwoch wird das Europäische Parlament über ein Entschließungsantrag zur aktuellen Situation in Bangladesch abstimmen. Dazu mehr auf der Seite vom Europäischen Parlament.

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